Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme. Überall gibt es hervorragend ausgebildete, junge Menschen, um die wir heute im Wettstreit um die besten und fähigsten Köpfe mit anderen Regionen werben müssen. Denn sie sind letzten Endes auch Träger einer Bürgergesellschaft.

Der Konkurrenzkampf um die jungen, mobilen, kreativen Eliten ist in der globalisierten Welt eine Frage der Überlebensstrategie für Städte und Regionen und wird im urbanen 21. Jahrhundert den Unterschied ausmachen, ob Städte zukunftsfähig sind oder abgehängt werden. Diese Eliten suchen sich ihr individuelles Arbeits- und Lebensumfeld nach bestimmten Kriterien aus: berufliche Perspektiven in innovativen Branchen, städteplanerische Lebensqualität und Vielfalt statt in Architektur gegossene Monotonie und Langeweile, fruchtbarer Austausch mit Gleichgesinnten.

Unser Angebot an die brillanten Köpfe der Wissensgesellschaft, die sich individuell optimale Arbeits- und Lebensbedingungen aussuchen, muss lauten: Ihr könnt bei uns kreativ arbeiten und dauerhaft gut leben! Denn diese kreativen Leistungsträger sind es, die in den neuen regionalen Metropolen der Welt für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand sorgen. Dies wird angesichts der internationalen Konkurrenz nur mit einer ausgefeilten, professionellen Netzwerkarbeit gelingen, die Menschen mit rationalen und charmanten Argumenten gewinnt.

Wir müssen mit unserer Identität als Metropole, in der sich Tradition und Moderne auf einem einzigartigen kulturellen Fundament verbinden, offensiv und professionell werben. Den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ haben wir zurecht geführt, wenn wir das kulturelle Erbe des Industriezeitalters annehmen und zugleich die Metropole Ruhr als Perspektivregion für die jungen, kreativen, innovativen Menschen der Welt wachsen lassen und dieses Selbstverständnis leben.

Der Erfolg des Politischen Forums Ruhr beruht auf einer Mischung aus Themen und Gastvortragenden vor einem Publikum, das Katalysator dieses City Building im 21. Jahrhundert ist: kreativ und innovativ, generationenübergreifend, wissensorientiert und engagiert, mutig und durchsetzungsstark, dabei traditionsbewusst und zukunftsoffen. Beim Politischen Forum Ruhr tauscht sich im Auditorium der Wissenschaftler mit dem Sportler, der Medienmacher mit dem Ingenieur, der Ökonom mit dem Künstler, der Dichter mit dem Computer-Freak, der Biotechniker mit dem Diplomaten und der Handwerksmeister mit dem Musiker im Ambiente einer modernen, weltoffenen Bürgergesellschaft aus. Im Spannungsfeld dieses heterogenen Auditoriums und dem Charisma unserer Gastredner entstehen das besondere Flair und die atmosphärische wie inhaltliche Dichte unserer Abendkongresse. Die Einbettung musikalischer Veranstaltungselemente ist der bewusst gewählte Brückenschlag zwischen pluralem gesellschaftspolitischem Diskurs und kultureller Vielfalt an symbolhaften Orten, die für das Selbstverständnis der Region stehen.
Wir führen Menschen zusammen, die sich sonst selten oder gar nicht begegnen würden. In diesem Sinne ist das Politische Forum Ruhr bereits heute die gesellschaftspolitische Facette des wirtschaftlich prosperierenden und kulturell vielfältigen Integrationsmodells der Zukunftsmetropole Ruhr.

Diese Geschichte musste natürlich wachsen. Den ersten gesellschaftspolitischen Gehversuch des Politischen Forums Ruhr besuchten vor 20 Jahren gerade einmal 12 Interessierte. Seit 1990 haben wir mittlerweile über 80 Abendkongresse

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